Auf einen Blick

Die Schule für Kranke des Kreises Minden-Lübbecke

 
  • ist eine Sonderschule in Trägerschaft des Kreises;
  • besteht seit 1987 und wurde errichtet, um den Sonderunterricht in den Kliniken und  Krankenhäusern des Kreises unter einem Dach und einer Leitung zusammenzufassen;
  • unterrichtet Schülerinnen und Schüler, die wegen ihrer Krankheit, Verletzung oder wegen einer Rehabilitationsmaßnahme nicht am Unterricht ihrer Heimatschule teilnehmen können;
  • übernimmt Hausunterricht, wenn dieser bei einer Schülerin oder einem Schüler aus dem Kreisgebiet durch die Heimatschule nicht geleistet werden kann

 

Lehrerinnen und Lehrer
 

Das Kollegium der Schule für Kranke des Kreises Minden-Lübbecke:

obere Reihe von links nach rechts: 
Frau Meinert, Frau Hense, Frau Schlüter, Herr Schmale

untere Reihe von links nach rechts:
Herr Raupach, Frau Gänsicke, Frau Schulz-Ruhtenberg, 
Frau Gauert, Frau Wittenschläger

es fehlen:
Frau Pfeiffer, Frau Levien

 

Schülerinnen und Schüler
 

Im Jahresdurchschnitt haben wir ständig etwa 60 Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und aus allen Schulformen, jährlich über 600 Schülerinnen und Schüler. Die Jungen und Mädchen kommen auf Grund der überregionalen Bedeutung der meisten Kliniken aus dem gesamten Bundesgebiet.

 

Unterricht
 

Unterricht findet je nach Krankheitsbild und Befinden des Schülers/der Schülerin, medizinischen Vorgaben und auch abhängig von der räumlichen Situation statt als

  • Einzelunterricht am Bett, im Krankenzimmer oder in anderen Räumen
  • Kleingruppenunterricht in ausschließlich oder überwiegend durch die Schule genutzten Räumen.

Der Unterricht muss sich an individuellen Vorgaben orientieren. Hierzu zählen:

  • die Fortsetzung der Erziehungs- und Bildungsarbeit der Heimatschule
  • medizinische Informationen über die jeweilige Krankheit, speziell über ihre Auswirkungen auf Belastbarkeit, Konzentration, Ausdauer
  • Informationen über die familiäre Situation.

Diese Vorgaben erfragen wir über brieflichen oder telefonischen Kontakt mit den Heimatschulen, in Gesprächen mit Ärzten und Pflegepersonal und im persönlichen Kontakt mit den Eltern ab. So erhalten wir die Basis für ein individuelles Lernprogramm.

 

Ziele
 

Beeinflusst durch die unterschiedlichen individuellen Vorgaben verfolgen wir mit dem Unterricht auch sehr stark differierende Ziele.

  • Anschluss an den Lernstand der Heimatklasse
  • Defizite aufarbeiten oder Heranführen an schulisches Arbeiten
  • Test- und Erprobungsphase im Hinblick auf die weitere Schullaufbahn

Bei allen Schülerinnen und Schülern möchten wir Lernfreude erhalten oder unter den besonderen Bedingungen unserer Schule neu beleben und das Vertrauen in die eigene Leistungskraft stärken. Eine Reihe von Bedingungen, unter denen Schülerinnen und Schüler bei uns lernen, sind in diesem Zusammenhang sehr vorteilhaft:

  • Lernen in kleinen Gruppen oder allein mit einer Lehrkraft
  • Wegfall der Konkurrenzsituation mit den Klassenkameraden
  • Wegfall der Benotung

Der Unterricht mit mehreren Kindern aus verschiedenen Schuljahren, möglicherweise sogar aus ganz verschiedenen Schulformen, muss durch eine individuelle Planung den Mädchen und Jungen selbständiges Arbeiten im sozialen Kontext ermöglichen.

So bietet sich ihnen die Möglichkeit, in ihrer  besonderen Situation zu zeigen, dass sie Leistung ohne den im Schulalltag so häufig verspürten und hemmend wirkenden Leistungsdruck erbringen können. Wir bieten allen von uns unterrichteten Mädchen und Jungen ein Stück Normalität im Krankenhaus/in der Klinik. Sie sind bei uns in erster Linie Schülerinnen und Schüler und nicht Patienten.

In der Unterrichtsarbeit müssen wir uns schon aus Zeitgründen meist auf die Hauptfächer beschränken. An einigen Standorten werden aber auch musisch-kreative Angebote gemacht.